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Dentista
Dentista 12 (2018), Nr. 3     22. Aug. 2018
Dentista 12 (2018), Nr. 3  (22.08.2018)

FOKUS, Seite 18-20


Endodontie beim jugendlichen Patienten
Die Revitalisierung als neue Therapieoption
Tabenski, Isabelle / Galler, Kerstin
Die endodontische Therapie an bleibenden Zähnen mit nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum stellt für viele Behandler eine Herausforderung dar. Häufigste Ursache für eine Pulpanekrose bei jungen Patienten ist das dentale Trauma1. Über Jahrzehnte war bei wurzelunreifen Zähnen mit Pulpanekrose die Kalziumhydroxid-Apexifikation zur Induktion einer apikalen Hartgewebebarriere die Therapie der Wahl. Aufgrund der veränderten Dentinstruktur nach Langzeiteinwirkung von Kalziumhydroxid und dem damit verbundenen erhöhten Frakturrisiko dieser Zähne wird die Methode heute nicht mehr empfohlen2. Hohe Erfolgsraten werden mit einem apikalen Plug mit hydraulischem Kalziumsilikatzement (MTA, Trikalziumsilikat) erzielt3,4. Nachteil dieser Behandlungsmethode ist jedoch das ausbleibende weitere Wurzelwachstum - die dünnen Dentinwände werden in der Regel nicht durch Hartgewebeanlagerung stabilisiert. Aufgrund dieser Problematik wären eine Regeneration der Pulpa und ein Fortschreiten des Wurzelwachstums bei diesen Patienten besonders wünschenswert. Eine Alternative zum apikalen Plug stellt die Revitalisierung dar. Zentraler Bestandteil der Behandlung ist das Erzeugen einer Einblutung in den Wurzelkanal. Vom Blutkoagel kann dann Heilung und Gewebebildung ausgehen. Zum Vorgehen gibt es Empfehlungen der europäischen und amerikanischen endodontologischen Fachgesellschaften (www.aae.org)5.